Warum Elisabeth stolz auf ihre Heilpraktiker-Ausbildung ist – trotz Handwerker-Hintergrund
16. June 2026 · Elisabeth Brandau

Warum Elisabeth stolz auf ihre Heilpraktiker-Ausbildung ist – trotz Handwerker-Hintergrund

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Handwerk und Heilpraktikerarbeit haben mehr mit Praxis als mit Theorie zu tun – beides braucht trotzdem eine sehr breite Wissensbasis, um erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen. Im Handwerk ist Gesundheit als Thema noch nicht wirklich angekommen, das ist schade – aber es wird daran gearbeitet, bis es ein eigenes Thema ist.

Die Ausgangsfrage war: Muss man Arzt sein, um Ergebnisse zu erreichen? Um Menschen nachhaltig gesund zu machen, mehr Energie zu geben, Blutdruck und Herzinfarktrisiko vorzubeugen – oder auch, um einen eigenen Kinderwunsch zu verwirklichen? Zu viel Stress, zu wenig Schlaf, falsche Ernährung machten es anfangs nicht leicht. Aus diesem „nicht leicht" wurden am Ende drei Kinder, ein großes Wissen, Olympia und viel mehr – was dahintersteckt, sieht man von außen nicht.

Die Antwort nach 12 Jahren Therapeutenarbeit: Nein, man muss kein Arzt sein – man hat viel mehr selbst in der Hand, als man denkt.

Zwei Stunden Prüfung statt sechs Jahre Studium – und trotzdem ein System

Neben dem Sport ist die Heilpraktikerarbeit die zweite Leidenschaft geworden, ohne dem ursprünglichen Handwerksberuf untreu zu werden. Die HP-Prüfung wird oft als „weniger" betrachtet – sie dauert zwei Stunden, nicht sechs Jahre Medizinstudium. Und doch schaffen sie viele nach zehn Jahren Lernen immer noch nicht.

Der Unterschied: Ein Medizinstudium lehrt Fachbereich für Fachbereich getrennt – am Ende viel Wissen über Einzelteile, das ohnehin spätestens seit dem Internet frei zugänglich ist. Die HP-Prüfung dagegen verlangt Systemdenken: das gesamte Wissen gleichzeitig abrufen, nicht getrennt nach Fachbereichen. Notfälle erkennen, Diagnosen erstellen, die eigenen Grenzen als Therapeut kennen – dieselben Inhalte wie in ärztlichen Prüfungen, nur anders abgefragt. Auch das ist Handwerk: Ergebnisse liefern statt Titel sammeln.

Warum ganzheitliches Arbeiten oft bessere Ergebnisse bringt

Heilpraktiker arbeiten oft ganzheitlicher – nicht aus Spiritualität, sondern weil das Denken entsprechend trainiert wurde: alles zusammen sehen, alles zusammen lösen, vor allem im chronischen Bereich. Die Schulmedizin hat dort ihre unbestrittene Stärke, wo es um Zahnheilkunde, Unfallchirurgie, Notfälle oder bestimmte Bereiche der Geburtsbegleitung geht.

Gerade beim Thema Geburt lohnt sich früher Vorsorge statt Notfallsorge: Werdende Mütter sollten sich rechtzeitig selbst um viele Fragen kümmern, statt zu hoffen, dass andere es schon richten. Notkaiserschnitt, Geburtstrauma und Sauerstoffmangel muss kein Baby und keine Familie erleben – offen darüber zu sprechen hilft, weil genau das zu selten passiert und dadurch mehr Komplikationen entstehen.

Es gibt viele Heilpraktiker, die im chronischen, präventiven und praktischen Bereich bessere Zusammenhänge erkennen als manche Ärzte – weil sie sich selbstständig fortbilden, statt sich nur an Leitlinien zu orientieren. Genauso gibt es großartige Ärzte, die sehr gute Medizin machen – oft leider nur privat, oder ganz außerhalb des Systems. Drei ärztliche Mentoren haben genau das vermittelt: Risiko und Nutzen abwägen, mit der Handwerker-Haltung „Ursache statt Symptom".

Beides zusammen, nicht gegeneinander

Schulmedizin behandelt meist Symptome, wenn sie schon da sind – selten präventiv. Deshalb suchen viele Menschen zusätzlich Erfahrungstherapeuten mit echtem Wissen. Das ist keine Arroganz, das ist Realität: Wir brauchen beides, in unterschiedlichen Kontexten, und vor allem zusammen.

Fünf Ansätze, die sich ergänzen:

Komplementärmedizin – ergänzt die Schulmedizin, etwa mit Akupunktur oder Naturheilkunde, unterstützt die Behandlung und lindert Nebenwirkungen.

Präventionsmedizin – verhindert Krankheiten, bevor sie entstehen, über Lebensstil, Ernährung, Bewegung und Früherkennung.

Ursachenmedizin (Kausalmedizin) – sucht nach dem „Warum" statt nur Symptome zu bekämpfen.

Integrative Medizin – verbindet das Beste aus Schulmedizin und Naturheilkunde, behandelt den Menschen als Einheit von Körper und Geist.

Präzisionsmedizin – nutzt individuelle Daten, um die passende Therapie für den einzelnen Menschen zu finden.

All diese Bereiche waren nötig, um die eigene Energiefähigkeit im Sport immer weiter auszubauen – denn ohne Gesundheit ist keine Leistung möglich. Wer seine Genetik kennt, kann besser mit der (ebenfalls messbaren) Epigenetik arbeiten. Wer nach Ursachen sucht, statt nur Symptome zu behandeln, kommt schneller ans Ziel. Wer sich jetzt Zeit für Prävention nimmt, hat später mehr davon – egal ob als Handwerker, Ingenieurin oder Elternteil zuhause. Das Leben lebt eben im Körper.

Elisabeth Brandau

Elisabeth Brandau

Olympionikin, Handwerksmeisterin, Heilpraktikerin und Unternehmerin – schreibt aus eigener Erfahrung in Spitzensport und Unternehmertum. Über mich →

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