
Unternehmensnachfolge: Die häufigsten Gründe, warum Übergaben scheitern
Ein Betrieb, ein Lebenswerk, oft über Jahrzehnte aufgebaut – und dann der Punkt, an dem die Übergabe ansteht. Viele Nachfolgen in Familienunternehmen und Handwerksbetrieben scheitern nicht an fehlendem Kapital oder unklaren Verträgen. Sie scheitern an etwas viel Grundsätzlicherem.
Loslassen ist keine Formsache
Ein Lebenswerk gibt man nicht einfach ab wie ein Aktenordner. Wer jahrzehntelang Verantwortung getragen hat, verbindet damit einen großen Teil der eigenen Identität. Kontrolle abzugeben fühlt sich für viele Übergeber an, als würden sie sich selbst ein Stück weit aufgeben – und das bremst Prozesse, die auf dem Papier längst hätten laufen können.
Die nächste Generation sucht Anerkennung, nicht nur Aufgaben
Wer übernimmt, will gestalten – und braucht dafür Rückhalt statt ständiger Vergleiche mit dem Vorgänger. Im Schatten zu stehen, obwohl man längst Verantwortung trägt, ist eine der häufigsten Ursachen für Frust auf beiden Seiten.
Finanzen und Erbe kommen zu spät auf den Tisch
Die Klärung von Finanzen, Erbe und Unternehmensaufstellung beginnt im besten Fall Jahre vor der eigentlichen Übergabe – in der Praxis wird sie oft erst kurz davor angepackt. Das schafft Zeitdruck genau dort, wo Ruhe am wichtigsten wäre.
Nachfolgen gelingen dort, wo diese drei Punkte früh und offen angesprochen werden – begleitet von jemandem, der beide Seiten versteht: den Betrieb und die Menschen dahinter.
Elisabeth Brandau
Olympionikin, Handwerksmeisterin, Heilpraktikerin und Unternehmerin – schreibt aus eigener Erfahrung in Spitzensport und Unternehmertum. Über mich →